Das Land Nordrhein-Westfalen und der Contergan-Skandal(Buch)

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TheoGreb
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Re: Das Land Nordrhein-Westfalen und der Contergan-Skandal(B

#16

Beitrag von TheoGreb » Donnerstag 17. August 2017, 15:22

Jetzt aber hier findet man die Langfassung, ob es eine ungeschönte Fassung gibt, weiß ich nicht.
https://www.mgepa.nrw.de/ministerium/pr ... _05_02.pdf

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#17

Beitrag von Maeuschen » Mittwoch 30. August 2017, 18:51

Hier die Kurzfassung.
Die haben das wohl aus irgendeinem Grund umsortiert. Der Namen der Dokumente sind identisch mit denen in meinem früheren Post, hatte die damals heruntergeladen.
LG
M.

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maddocmuc
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#18

Beitrag von maddocmuc » Mittwoch 27. Mai 2020, 19:54

Meine Mutter hat den Schinken innnerhalb einer Woche durchgelesen und fand das Buch „atemberaubend spannend“.
Ich hab mich noch nicht drangetraut....

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#19

Beitrag von Maren » Mittwoch 27. Mai 2020, 22:57

.. dito:
Manchmal habe ich bei Schriftsätzen eine "innere Sperre"!
Ciao
😎
Tschüssi 😎



Leben und leben lassen ..... 😉


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#20

Beitrag von andrealein » Donnerstag 28. Mai 2020, 06:21

hier tut sich nichts bei den eingestellten links

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#21

Beitrag von Zimmi » Donnerstag 28. Mai 2020, 10:00

Bei mir auch nicht.

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http://www.contergan-info.de
http://www.zwinger-von-zimdarsen.de

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#22

Beitrag von Venator » Donnerstag 28. Mai 2020, 13:01

Diese für uns wirkungslose Publikation war doch bereits vor Jahren als PDF verfügbar. Ich meine auch hier irgendwo im Forum. Inzwischen liegt sie auch als Buch vor. Ich fand die Lektüre damals weder spannend noch tiefschürfend, eher ärgerlich. Eigentlich war es aus meiner Sicht der Versuch, den Contergan-Skandal durch eine akademisch historisierende Betrachtung zu relativieren und zu entschärfen. Geärgert hatte mich bereits der Ansatz, der eine Mitverantwortung des Landes NRW untersuchen sollte und dann in einer zwar rührenden aber sinnlosen persönlichen Entschuldigung der Gesundheitsministerin des Landes gipfelte. Die „Schuldfrage“ (die man als Historiker ohnehin so nicht stellen kann) wurde bagatellisiert, in dem man eine allgemeine „gesellschaftliche Überforderung“ der Nachkriegsgesellschaft in Deutschland attestierte. Mit einer gesamtgesellschaftlichen Überforderung kann man aber jedes Verbrechen der Geschichte relativieren, jedoch nicht wirklich erklären. Contergan wurde als „Lifestyle-Medikament“ der Wirtschaftswunderzeit bezeichnet, das mag schon zutreffend sein, wird aber der Tatsache nicht gerecht, mit welchem Kalkül dieses Medikament damals weiter produziert und vertrieben wurde, obwohl es bereits erste Warnhinweise gab. Auch hier missfällt mir der wohlfeile Mechanismus, die Verantwortlichkeiten an eine scheinbar medikamentenunkritische oder gar abhängige Gesellschaft zu delegieren. Natürlich werden auch die juristischen Begleitumstände und Merkwürdigkeiten des Conterganprozesses aufgearbeitet. Und an diesem Punkt ist diese historische Aufarbeitung auch durch ihre Datenfülle interessant, aber sie bleibt letztlich für mich sehr unkonkret indem auch hier auf ein gesellschaftliches Gesamtversagen der noch jungen Bundesrepublik verwiesen wird, deren Justizapparat einerseits vielfach mit Personal aus dem Dritten Reich besetzt oder geprägt war und das andererseits kein Arzneimittelgesetz in unserem heutigen Sinne kannte. Mein Hauptkritikpunkt ist aber, dass diese sehr umfassende Arbeit ausblendet, dass der Contergan Skandal und alles was daran bis heute nachwirkt, immer noch nicht vollständig aufgeklärt ist. Contergan ist nicht Geschichte sondern Gegenwart.

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