Gibt es Faelle von einseitiger Conterganschaedigung?

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hakkione
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Gibt es Faelle von einseitiger Conterganschaedigung?

#1

Beitrag von hakkione » Freitag 27. April 2012, 15:58

Hier ist meine zweite Frage:
die mir seit 2 Wochen auf der Seele liegt.

Gibt es Faelle von einseitiger Schaedigung,
von truckerlady hatte ich schon einen Hinweis bekommen, das es vorkommt mit einer Schaedigung
von eines der inneren Organen!

Schaedigung der inneren Organe sind bei mir nicht ersichtlich,
hatte sehr schlechte Leberwerte (wie ein Saeufer), die haben sich vor 5 Jahren urplötzlich normalisiert,
ansonsten eine Wirbelsaeule die im unteren Bereich etwas zu gerade ist.

Hintergrund der Frage ist habe im Zuge der Neuantragstellung Juli 2009 einen Antrag gestellt,
der im Sommer 2011 abgelehnt worden ist. Der Wiederspruch von mir ist vor 2 1/2 Wochen mit
dem Hinweis das die Schaedigung nur einseitig ist abgelehnt worden.
Den Hinweis mit Dr. med Jürgen Graf habe ich erst vorhin gelesen, er waere vielleicht eine Hilfe,
so das ich endlich gewissheit darüber habe ob Contergan oder nicht,
nicht das ich die ganzen Jahre den falschen Leuten die Pest an den Hals gewünscht habe.

vielen Dank im Voraus

Hakkione

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sonnschein
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#2

Beitrag von sonnschein » Freitag 27. April 2012, 17:11

:wink: als Truckerlady könnt mich keiner hier, hab mal wieder ne Mail mit der falschen Addy raus gesendet. Hakkione, das hast du falsch verstanden, ich sagte nicht dass eine innere Schädigung vorhanden sein muss, Chefe sagte mir, dass eine einseitige Schädigung meist mit einer inneren Schädigung in Zusammenhang steht, muss aber nicht unbedingt sein.

Ich denke mal Du bekommst bestimmt noch Antworten, ich kenne mich da sowieso kaum aus. :nein
Grüßle Hanne

Daniel

#3

Beitrag von Daniel » Freitag 27. April 2012, 17:51

Hallo Hakkione,
es gibt zahlreiche Fälle mit einseitiger Schädigung oder nicht" symetrischer Fehlbildung"
Hier im Forum sind einige bei denen "nur" ein Arm oder Bein betroffen ist,
von daher dürfte es nicht gerade selten sein,das es "einseitige" Contis gibt.
Dein Gedanke an Dr Graf kann ich nur unterstützen,er ist einer der Ärtzte die Gutachten für die
Med. Kommision der Stiftung schreiben und er kann dir bestimmt weiterhelfen.

Mattes
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#4

Beitrag von Mattes » Freitag 27. April 2012, 17:58

Hallo Hakkione,
allein der Umstand, dass in der "Medizinischen Punktetabelle" nach ein- und zweiseitigen Schäden differenziert wird, belegt m.E. das Vorhandensein und die grundsätzliche Anerkennungsbereitschaft einseitiger Schäden durch die Stiftung. Insofern ist die Argumentation der Stiftung für mich (mal wieder) nicht nachvollziehbar.

http://www.conterganstiftung.de/downloa ... abelle.pdf

Also, dranbleiben!

Lieben Gruß

Wolfgang

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zwergenkuss
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#5

Beitrag von zwergenkuss » Samstag 28. April 2012, 14:27

Mich haben sie auch wegen der Einseitigkeit meines Daumenschadens abgelehnt und kommen dann auf so abartige Weise auf einen typischen Gendefekt. Dies konnte ich nun aber widerlegen. Bin mal gespannt, was sie dann sagen?
LG zwergenkuss

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gretl
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#6

Beitrag von gretl » Sonntag 29. April 2012, 11:17

Mir fiel auch spontan ein, was mattes schrieb!
Und inwieweit die Stiftung jetzt auf "Einseitigkeit" beharrt, weiß ich nun nicht. Aber meine Schädigung ist z.B. äußerlich einseitig viel stärker ausgeprägt. Links fehlt mir Knie und Unterschenkel komplett, re ist das alles nur nicht richtig ausgebildet, aber da. Obere Extremitäten zwar beidseitig auch (nicht so stark-) geschädigt, aber nicht identisch.
Links gibt es ein unvollständig ausgebildete Hüftpfanne, re gab es die nur rudimentär angelegt.
Innere Probleme sind indiziert, aber noch kein Revisionsantrag gestellt. Sollte aber etwas durchgehn, dann liegt auch hier unterschiedl. Schädigung zwischen re und li. vor.
Woher also nimmt die Stiftung solch ein Argument zur Ablehnung???
grüßle gretl Bild

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#7

Beitrag von Maren » Sonntag 29. April 2012, 12:05

gretl hat geschrieben:Mir fiel auch spontan ein, was mattes schrieb!
Und inwieweit die Stiftung jetzt auf "Einseitigkeit" beharrt, weiß ich nun nicht. Aber meine Schädigung ist z.B. äußerlich einseitig viel stärker ausgeprägt. Links fehlt mir Knie und Unterschenkel komplett, re ist das alles nur nicht richtig ausgebildet, aber da. Obere Extremitäten zwar beidseitig auch (nicht so stark-) geschädigt, aber nicht identisch.
Links gibt es ein unvollständig ausgebildete Hüftpfanne, re gab es die nur rudimentär angelegt.
Innere Probleme sind indiziert, aber noch kein Revisionsantrag gestellt. Sollte aber etwas durchgehn, dann liegt auch hier unterschiedl. Schädigung zwischen re und li. vor.
Woher also nimmt die Stiftung solch ein Argument zur Ablehnung???
Da macht sich die Med.Komm oder die Stiftung " die Welt wie's ihr gefaellt!"

Sonntagsgruesse
Maren
Leben und leben lassen .....

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#8

Beitrag von nilorac » Sonntag 29. April 2012, 12:56

zwergenkuss hat geschrieben:Mich haben sie auch wegen der Einseitigkeit meines Daumenschadens abgelehnt und kommen dann auf so abartige Weise auf einen typischen Gendefekt. Dies konnte ich nun aber widerlegen. Bin mal gespannt, was sie dann sagen?
LG zwergenkuss

Eine Dame, die auch 2009 anerkannt wurde, hat eine Schädigung des linken Armes. Sie wurde anerkannt, obwohl "auch nur" der linke Arm betroffen ist.
Ablehnung auf Grund einseitiger Schädigung? Beim einen so, beim anderen so?

Widewidewitt juheirassa, ich mach mir die Welt, widewidewie sie mir gefällt!

Zimmi
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#9

Beitrag von Zimmi » Sonntag 29. April 2012, 14:34

Im Contergan-Forum hatten wir das Thema auch schon einmal. Es gibt Fälle, die einseitige Schäden haben. Ich glaube aber, das dazu noch organische Schäden vorhanden sein müssen, z.B. eine Hörschädigung.

Gruss Zimmi
http://www.contergan-info.de
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#10

Beitrag von lia » Sonntag 29. April 2012, 15:17

hoffentlich weiß das thalidomid auch, das es nur beidseitig schädigen darf, bei mir sind alle extremitäten unterschiedlich gebaut, keins identisch

Daniel

#11

Beitrag von Daniel » Sonntag 29. April 2012, 15:21

gretl hat geschrieben:Mir fiel auch spontan ein, was mattes schrieb!
Und inwieweit die Stiftung jetzt auf "Einseitigkeit" beharrt, weiß ich nun nicht. Aber meine Schädigung ist z.B. äußerlich einseitig viel stärker ausgeprägt. Links fehlt mir Knie und Unterschenkel komplett, re ist das alles nur nicht richtig ausgebildet, aber da. Obere Extremitäten zwar beidseitig auch (nicht so stark-) geschädigt, aber nicht identisch.
Links gibt es ein unvollständig ausgebildete Hüftpfanne, re gab es die nur rudimentär angelegt.
Innere Probleme sind indiziert, aber noch kein Revisionsantrag gestellt. Sollte aber etwas durchgehn, dann liegt auch hier unterschiedl. Schädigung zwischen re und li. vor.
Woher also nimmt die Stiftung solch ein Argument zur Ablehnung???
Zimmi hat geschrieben:Im Contergan-Forum hatten wir das Thema auch schon einmal. Es gibt Fälle, die einseitige Schäden haben. Ich glaube aber, das dazu noch organische Schäden vorhanden sein müssen, z.B. eine Hörschädigung.

Gruss Zimmi
Gretl hört zwar nicht immer auf das was Ich Ihr sage,
aber diese "Hörschädigung" wird von der Stiftung nicht anerkannt.

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#12

Beitrag von Frank62 » Sonntag 29. April 2012, 23:53

lia hat geschrieben:hoffentlich weiß das thalidomid auch, das es nur beidseitig schädigen darf, bei mir sind alle extremitäten unterschiedlich gebaut, keins identisch
Ich glaube es geht eher darum..das 1 Arm und Hand ganz Normal sind...und die C schäden nur auf einer Körperhälfte sind. im Nachbar Dorf läuft auch solch ein Exemplar rum...rein äusserlich hat er rechts nur eine Klumphand und der Daumen fehlt..alles andere ist normal.
LG
Frank62 (Der Chef)

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#13

Beitrag von hakkione » Montag 30. April 2012, 16:41

Die Antwort in meinen Fall hat Frank62 mir vorweggenommen.

Bei mir ist nur die rechte Seite seit der Geburt geschaedigt,
in dieser Leistungstabelle mit den Grad oder Summe
der Schaedigung habe ich gesehen das auch mit inneren Schaeden Leistenbruch gemeint ist.
Seit ich mich errinern kann habe ich auf der rechten Seite schmerzen die aus der Leistengegend kommen
(das aber nur als Anmerkung).

İn meinem Fall bin ich wircklich nur einseitig betroffen.

Hatte mich vielleicht nicht richtig ausgedrückt, aber Frank hatte verstanden was ich meinte.

Liebe Grüsse
Hakkione

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#14

Beitrag von Frank62 » Montag 30. April 2012, 17:26

hakkione hat geschrieben:Die Antwort in meinen Fall hat Frank62 mir vorweggenommen.

Bei mir ist nur die rechte Seite seit der Geburt geschaedigt,
in dieser Leistungstabelle mit den Grad oder Summe
Bei dem aus dem Nachbarort auch..glaube ich auch :?: Der Mensch ist Internetlos und Kontakt habe ich da auch keinen zu.

hakkione magst du das mal beschreiben, was betroffen ist...oder Foto von der Rechten Hand und Arm hier einstellen ?
Hast du evtl.auch die Typische Sattelnase (Continase) ?
LG
Frank62 (Der Chef)

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#15

Beitrag von hakkione » Dienstag 1. Mai 2012, 15:30

Hi an alle,

der Bitte um Beweismaterial kann ich am Wochenende nachkommen, weil ich kein Handy!!!! und Fotoapparat
bei mir habe, aber am Freitag bin ich wieder zu Hause.

İn der Bewertung der medizinischen Punktetabelle wird auch von einer Klumphand gesprochen.
Die Nase habe ich leider nicht, meine ist sowieso gross genug.

Liebe Grüsse
Hakkione

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