Wünsche / Bedürfnisse bei Klinikaufenthalten

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maddocmuc
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Wünsche / Bedürfnisse bei Klinikaufenthalten

#1

Beitrag von maddocmuc » Donnerstag 20. November 2014, 08:07

Ich mache hier mal einen Thread auf, bei dem es um Wünsche der Betroffenen bei einem Klinikaufenthalt geht.

Angesichts der Eröffnung der Sprechstunde in Hamburg Eilbeck, Schön Kliniken denke ich, es könnte sinnvoll sein, mal aufzuschreiben, was wir uns für einen Klinikaufenthalt wünschen.

Vermutlich hat jeder in Kliniken schlechte Erfahrungen gemacht, weil die Therapeuten nicht die spezifischen Bedürfnisse von Gliedmassengeschädigten kannten.

Dieser Artikel sollte im offenen Bereich stehen und so auch Therapeuten Gelegenheit bieten, hier mal nach Tips zu stöbern.

Diese Bedürfnisse sind - das ist sicher keine erschöpfende Auflistung und die Therapeuten werden viel von den Geschädigten lernen können / müssen - vor allem:

- kann mit kurzen Armen die Urinflasche nicht halten
- kommt eventuell mit einer Assistenz, die untergebracht werden muss
- kann vermutlich nicht alleine auf die Toilette
- kann vermutlich nicht alleine auf die Toilette sobald er operiert wurde und zunächst in seiner Beweglichkeit weiter eingeschränkt ist
- kann sich nicht nach Bauch / Thorax OP's am "Galgen" (Das ist die Pllastiktriangel, die über dem Bett schwebt) hochziehen, da er da nicht dran kann
- kommt mit den kurzen Armen nicht an Dinge von seinem Nachttisch in Rückenlage (Getränke!)
- hat vermutlich eine Spritzenphobie
- muss den Infusionsschlauch an Arm bis zur Schulter (bei kurzen Armen) befestigt bekommen damit die Restbeweglichkeit des Armes nicht noch weiter
durch einen an der Hand baumelnden Infusionsschlauch behindert wird
- kann nach einer OP der Beine nicht oder nicht an normalen Gehstützen gehen
- braucht ggf. Platz im Zimmer für einen Rollstuhl
- kann sich nach einer OP an der Grosszehe (z.B. Hallux valgus OP) nicht mehr alleine die Schuhe /Strümpfe anziehen weil der operierte Zeh noch der
Ruhe bedarf
- benötigt einen Klosomat
- usw.

Vielleicht kann der Eine oder andere sich ja mal Gedanken machen und die Liste oben sinnvoll ergänzen.

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maddocmuc
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#2

Beitrag von maddocmuc » Donnerstag 20. November 2014, 08:34

Mein persönlicher Wunsch:
Nur Profis zur Blutentnahme schicken, nicht Medizinstudenten!

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#3

Beitrag von andrealein » Donnerstag 20. November 2014, 09:17

maddocmuc hat geschrieben:Mein persönlicher Wunsch:
Nur Profis zur Blutentnahme schicken, nicht Medizinstudenten!

ja, das wünsche ich mir auch!!
letztens beim orthopäden wollte man mir eine infusion legen, der arzt stach drei mal vergeblich in die hand und zwei mal in den fuß, danach wurde ich unverrichteter dinge nach hause geschickt :bah
zwischendurch fragte er: sind sie ein alien, kommen sie vom mars?

bei der hausärztin klappt blutentnahme aus der handoberseite immer!

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Weissnix
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#4

Beitrag von Weissnix » Donnerstag 20. November 2014, 09:28

Gepolsterte Röntgen- und Untersuchungstische. Meine, ins Gesäß ragenden, Oberschenkelknochen machen sonst eine schmerzfrei ruhige Lage unmöglich.
Tschüß
Michael

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#5

Beitrag von lia » Donnerstag 20. November 2014, 11:54

kliniken nicht nur im bergischen ländern, sondern auch mal in einer interesanten Großstadt,
lg lia

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#6

Beitrag von Udo » Donnerstag 20. November 2014, 14:26

- nach Operation am Bein fallen diese zur Kompensation der kurzen Arme weg
- nach dem "Bettenmachen" durch das Pflegepersonal als Kurzarmer teilweise große Schwierigkeiten sich zuzudecken
- für Kurzarmer sind die Kabel der Glocke / Telefon / TV-Fernbedienung / Bettverstellung (sind oft in einem Gerät untergebracht) zu kurz
- Unterbringung der Urinflasche in Greifnähe bei einigen Bett und Nachttischkombinationen schlicht nicht möglich
- die Kleiderschränke für Kurzarmer teilweise oder ganz unbenutzbar
Genitiv ins Wasser weil es Dativ ist!
Ich habe nicht das Monopol auf maximale Blödheit. Andere dürfen das auch. Bild Musikalische Grüße

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#7

Beitrag von Weissnix » Donnerstag 20. November 2014, 16:06

Fällt mir gerade noch ein, nachdem ich Udos gelesen habe:
Die Bettenhöhe für kurzbeinige Langarmer. Über die Leiter zu Bett zu gehen, ist auch nicht toll.
Die Schrankproblematik besteht auch für Rollis, nur etwas anders.
Und OP am Arm schränkt Rollis reichlich ein.

Über was man erst stolpert, wenn man es aus anderer Sicht sieht, finde ich erstaunich.
Tschüß
Michael

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#8

Beitrag von Frank62 » Donnerstag 20. November 2014, 17:37

lia hat geschrieben:sondern auch mal in einer interesanten Großstadt,
lg lia
Entweder bin ich im Krankenhaus/Klinik oder ich bin im Urlaub...und im ersten Fall brauche ich das mit der Großstadt nicht, weil man meist eh das Klinikgelände nicht oder nur mit vielen Auflagen verlassen darf...
Wie sowas bei Kuren gehandhabt wird weiss ich nicht.
LG
Frank62 (Der Chef)

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